:: PRESSEMITTEILUNGEN ZUM THEMA "VERBRENNUNGEN" ::

Glücks Revue vom 08.03.2012 - "Sie haben mein Glück zerstört"

Nadine (24) brachte per Kaiserschnitt ihr Kind zur Welt. Alles ging gut. Aber dann spürte sie höllische Schmerzen.

Neun Monate lang hatte sie sich auf ihr Baby gefreut. Doch statt des erhofften Mutterglücks erlebte Nadine T. (24) aus Gelsenkirchen einen Albtraum. Heute fühlt sie sich um die wichtigen ersten Monate mit ihrem Baby Lukas Alexander betrogen. „Er nimmt mich noch nicht als Mutter an, weil ich in der ersten Zeit nicht bei ihm war. Ich konnte ihn nicht tragen, nicht wickeln - und was für mich besonders schlimm ist - nicht stillen!“

Ihr Mann David (24) versucht, sie zu beruhigen: „Du kannst doch nichts dafür, dass diese Krankenschwester dich so schwer verbrannt hat!“ Was war passiert? Lukas sollte am 7. Oktober 2011 im Gelsenkirchener „St. Marien-Hospital“ per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Nadine bekam dafür eine Rückenmark-Spritze, die Entbindung verlief problemlos. Nach der Geburt wurde es Nadine kalt. „Ich bat die Schwester, meiner Frau eine Decke zu bringen, doch angeblich gab es keine. Stattdessen legte sie eine Wärmflasche mit einem dünnen Stoffbezug unter Nadines Füße.“ Das Wasser darin war kochen heiß, was Nadine aber nicht spürte. Denn durch die Rückenmark-Narkose waren ihre Nerven noch betäubt.  Erst Stunden später ließ die Wirkung der Narkose nach. Nadine: „Mein rechter Fuß tat fürchterlich weh, es brannte richtig. Ich rief die Nachtschwester. Sie gab mir ein Kühlkissen. Am nächsten Tag entdeckte ein Arzt die eitrigen Brandblasen - Verbrennungen dritten Grades bis fast auf die Knochen!“ Auch David wird den Horror so schnell nicht vergessen: „Nadine hatte höllische Schmerzen. Sie hätte unser Baby so gern gestillt, konnte es aber nicht, weil sie sehr starke Schmerzmittel nehmen musste. Zudem musste sie noch einmal in die Klinik, wo ihr Haut transplantiert wurde. Ich habe erst meinen Jahresurlaub und dann vier Wochen unbezahlten Urlaub genommen, um Lukas zu versorgen. Zum Glück hatte mein Chef Verständnis.“

Das Paar hat einen Anwalt eingeschaltet. Stefan Hermann (46) aus Marl fordert für seine Mandanten 50.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz. „Dieser Vorgang ist ein Skandal Einer betäubten Frau gibt man doch keine Wärmflasche! Noch hat niemand die Verantwortung übernommen. Am Ende schieben die Ärzte wieder alles auf das Personal, für dessen Qualifikation angeblich niemand etwas kann.“ Nadine und David hätten zumindest eine Entschuldigung erwartet, doch darauf warten die beiden bislang vergeblich.

Junge Familie kämpft gegen Pfusch in der Klinik

"Die Krankenschwester verbrannte meine Beine!"

Der zarte Körper in ihrem Arm und dieses unschuldige Lächeln erfüllten ihr Herz mit unendlicher Dankbarkeit. Für Nadine T. aus Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) war der 7. Oktober 2011 der schönste Tag in ihrem Leben: Ihr Sohn erblickte das Licht der Welt. Doch plötzlich widerfuhr der 24-Jährigen in der Klinik eine unfassbare Tragödie: „Eine unachtsame Krankenschwester verbrannte meine Beine“, klagt die junge Frau an. „Ich wurde durch diese Verletzung um die ersten Wochen mit meinem Baby betrogen. Lukas nimmt mich nicht als Mutter an.“

Weil die Geburt per Kaiserschnitt erfolgte, ließ sich die Verwaltungsangestellte von den Ärzten eine Rückenmarksspritze zur Betäubung geben - die Entbindung lief reibungslos. „Mutter und Kind wohlauf“, verkündete Ehemann David (24) die Botschaft in der Familie. Nach der Operation fror seine Frau im Wochenbett. „Ich bat die Schwester freundlich um eine Decke“, berichtet der Stahlarbeiter. „Doch sie brachte eine Wärmflasche mit einem dünnen Stoffbezug, legte sie auf Nadines Füße.“

Ein fataler Fehler: Der Unterleib der jungen Mutter war noch betäubt. Sie spürte nicht, wie die kochend heiße Wärmflasche ihre Haut verbrannte! Erst mitten in der Nacht bahnten sich die Schmerzen ihren Weg. Nadine: „Ich hatte ein starkes Brennen am rechten Fuß“. Die alarmierte Nachtschwester gab ihr ein Kühlkissen - und verschwand. Erst am nächsten Morgen entdeckte der Arzt bei der Visite  die eitrigen Brandblasen. Bis hoch zur Wade  hatten sich die Wunden ausgebreitet. Nadine erlitt an beiden Beinen Verbrennungen dritten Grades - bis fast auf die Knochen. Mit Hauttransplantationen versuchten die Mediziner die tiefschwarzen Stellen zu heilen.

„Da die Schmerztabletten, die Nadine nehmen musste, so stark waren, durfte sie Lukas nicht die Brust geben. Sie konnte ihn nicht wickeln und nicht tragen“, gesteht David traurig. „Diese Nähe fehlte unserem Baby sehr.“ Aufopfernd kämpfte der Ehemann für seine Familie. Erst nahm er seinen Jahresurlaub, dann eine unbezahlte Auszeit, um das Kind zu versorgen. „Bis heute gibt es keine Entschuldigung von den Ärzten oder Schwestern, die die schönste Zeit unseres Lebens zerstört haben“, beklagt er.

„Dieser Fall ist ein Skandal“, unterstützt ihn Patientenanwalt Stefan Hermann (46). Im Namen seiner Mandanten fordert er 50.000 Euro Schmerzensgeld und Schadensersatz von der Klinik. „Denn niemand dort hat bisher die Verantwortung übernommen“, so der Jurist. Dennoch blicken Nadine und David nach vorn, freuen sich über ihren Sohn. „Jetzt kuschelt Lukas schon mit mir“, freut sich die Mutter. Wir werden alles Versäumte nachholen.

Bild-Zeitung vom 09.01.2012 - Klinik Skandal - Füße verbrannt nach Kaiserschnitt

Gelsenkirchen - Stolz hält Mutter Nadine T. (24) ihr Baby auf dem Arm - dass sie nach der Kaiserschnittgeburt noch stehen und laufen kann, ist ein Wunder…

Ihre Füße sind aufgeplatzt. An den Hacken klaffen brennende Wunden… Im letzten Oktober brachte Nadine in einer Gelsenkirchener Klinik Lukas-Alexander zur Welt. Doch nach der Geburt lief einiges schief.

Die erboste Mutter zu BILD: „Ich lag im Aufwachraum, mir war kalt. Ich habe dann meinen Mann gebeten, mir eine Decke zu bringen. Es war aber keine zu finden. Wenig später kam die Schwester mit einer Wärmflasche zurück, legte sie mir unter die Füße.“ Für den Eingriff hatte Nadine eine Betäubungsspritze (Spinal-Anästhesie) erhalten. Ab dem Brustkorb war ihr Körper ohne Gefühl. Als die Narkose nachließ, qualmten ihre Füße.
Nadine. T.: „Ich hatte starke Schmerzen, musste Medikamente nehmen. Zu Hause brauchte ich Hilfe, kann meinen Sohn nicht heben, weil ich noch keine festen Schuhe tragen kann.“

Nun hat Nadine T. die Klinik verklagt. Patientenanwalt Stefan Hermann (46): „Die Wärmflasche war zu heiß. Wir fordern 25.000 Euro Schmerzensgeld.

Was sagt die Klinik? „ Wir bedauern den Zwischenfall sehr, werden mit unserem Qualitätsmanagement sprechen und entsprechend darauf reagieren.“
 

Marl Aktuell / Sonntagsblatt vom 12. November 2011 - Krankenschwerster verbrennt junger Mutter beide Füße

Marler Patientenanwalt Stefan Hermann fordert 50.000 Euro vom Krankenhaus

Gelsenkirchen/Marl. Nadine T. aus Gelsenkirchen hatte gerade ihr erstes Kind geboren. Sohn Lukas erblickte am 7. Oktober nach einem Kaiserschnitt in einem Gelsenkirchener Krankenhaus das Licht der Welt und war wohlauf.

Benommen vor Glück und durch die Narkose, döste Nadine vor sich hin. Da ihr kalt wurde, fragte sie nach einer Decke. Erstaunlicherweise konnte jedoch auf der ganzen Station keine Decke für sie aufgetrieben werden. Eine Stationsschwerster brachte daher eine Wärmflasche und legte diese unter Nadines Füße. Nach einer halben Stunde wurde die Flasche wieder entfernt. Wie sich später herausstellte, hat die Wärmflasche an beiden Füßen und Waden schwerste Verbrennungen verursacht. „Ich habe davon nichts gespürt, da die Narkose ja noch wirkte. Durch die Thrombosestrümpfe konnte ich auch nichts Auffälliges sehen“, erklärte Nadine. Erst nachts haben sich schreckliche Schmerzen eingestellt. „Die Schwere der Verbrennungen lässt darauf schließen, dass die Wärmflasche kochend heiß gewesen sein muss“, so der Marler Schmerzensgeldexperte Stefan Hermann (46), den Nadine nun hinzugezogen hat. Nicht nur, dass sie extreme Schmerzen litt, sie konnte sich auch nicht um ihren Sohn kümmern, da sie kaum laufen konnte.

Jetzt steht sogar noch eine weitere Operation an. „Meiner Mandantin steht ein nicht unerhebliches Schmerzensgeld zu. Sie hat noch immer starke Schmerzen, durfte wegen der Schmerzmittel die sie einnehmen musste ihren Sohn nicht stillen und kann sich bislang auch sonst nicht um ihn kümmern. Außerdem wird sie für die Zeit ihres Lebens hässliche Brandnarben zurück behalten“, so Hermann.

Bis feststeht, welchen Erfolg die anstehende Operation hat, verlangt er vom Krankenhaus 50.000 Euro.
 

 

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